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Gedanken von Frauen die leiten

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Single sein ist kein Zuckerschlecken

Eine starke Frau die weint

Es ist eine Tatsache: ich nähere mich der 50iger Marke mit grossen Schritten und habe mehr oder weniger all diese Jahre als Single verbracht. Mein oft ausgesprochener Seufzer in diesen Jahren: „Frau, Single und Leiterin – eine der schwierigsten Kombinationen“.

 

Frau sein, im speziellen eine starke Frau sein, ist in manchen Kreisen nicht immer einfach und fordert eine grosse Standhaftigkeit. Viel zu schnell wirst du plötzlich zur Konkurrenz für die Männer, musst Emotionen produzieren, die vielleicht gar nicht zu dir gehören und darfst deine Stärke nicht mehr zeigen, denn eine starke Frau ist oftmals eine Bedrohung. Stolz bin ich bis heute auf Jesus, der das Potential der Frauen schon früh erkannt hat und sie für spezielle und wichtige Botschaften und Dienste einsetzte. Ich schätze auch sehr, dass ich als Susanna, als eine der Jüngerinnen Jesus in der Bibel Platz gefunden habe, was mich doch immer wieder auf dem Weg als Frau ermutigt hat. Schon früh habe ich mich entschlossen, dass ich dem Beispiel Jesus folgen will und nicht den Unterschied der Geschlechter suche, sondern den Unterschied der Personen. Dass ich nicht verleugne, was Gott in mich hineingelegt hat und mich auch nicht unter die Knechtschaft von Theologien stelle, die für mich nicht ganz aufgehen.

 

Single sein in kirchlichen Kreisen ist kein Zuckerschlecken. Wenn du jung und single bist, will dich jeder verkuppeln und wartet nur darauf, bis du verheiratet bist. Wirst du älter und bist immer noch single, denken die Menschen, es sei deine Berufung, glauben, dass du deine Gefühlswelt im Griff hast und problemlos ohne Sexualität leben kannst. Unterstützung für Singles gibt es eher selten, denn der Fokus vieler Kirchen liegt auf Ehe-und Familienseminaren und falls mal ein Singles-Event angesagt wird, dann geht es meistens darum, einen Partner zu finden. Es wird meistens davon ausgegangen dass du immer Zeit hast und oftmals kommt wenig Verständnis entgegen, dass du alles alleine schaffen musst, vom Haushalt über Einkaufen, Putzen, Packen vor Reisen, Buchhaltung ja sogar den Gesprächspartner musst du dir abends suchen, wenn du über deinen Tag reden willst.

 

Leiterschaft als Frau in der von Männern dominierten Welt hat mich immer wieder ans Herzen Gottes getrieben. Wenn ich mit verschiedenen Theologien in Konflikt kam, mir das Mikrofon nicht erlaubt wurde, Leiteraufgaben nur unter männlicher Aufsicht zugesprochen wurde oder ich als Frau in Leiterschaft infrage gestellt wurde, verkroch ich mich oft in ein Loch und weinte viele bittere Tränen. Gnade ist es, wenn du dir deiner Leiterschaft, die Gott dir gegeben hat, bewusst wirst und du aus seiner Nähe heraus wieder aufstehst, indem du auch verstehen lernst, dass du nicht den Kampf kämpfen musst, den Gott für dich kämpft. Ich weiss, dass meine heutige enge und intime Beziehung zu Jesus aus vielen solchen Tränentälern gewachsen ist und ich weiss auch, dass mir das niemand mehr wegnehmen kann. Meine Beziehung zu Jesus ist mein ultimativer Schatz in meinem Leben.

 

Frau – Single – Leiterin – eine Kombination, die herausfordert. Bleiben wir aber nicht in der Herausforderung stehen, sondern nehmen wir den Weg an, denn der Wegbereiter Jesus ist mit uns. Er kennt uns in und auswendig und will nicht, dass wir auf unsere Umstände schauen, sondern auf ihn und daraus unseren Weg gehen. Wir dürfen über unseren Weg klagen, ja sogar weinen (dazu gibt es genug Beispiele in der Bibel), wenn wir schlussendlich wieder bei dem ultimativen Satz landen: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe“ und somit unser Vertrauen in allem auf Gott setzen.

 

Gott ist seinen Weg mit mir gegangen und wir sind ein starkes Team das weiter geht und Verantwortung wahrnimmt. 

 

 

Mail an Susanna Rychiger 

 

 

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