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Gedanken von Frauen die leiten

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Leiten heisst die Führung abgeben

 

Ich liebe es Verantwortung zu übernehmen

Ich leite gern. Ich liebe es Verantwortung zu übernehmen und Ideen umzusetzen. Es ist für mich ein riesiges Vorrecht Menschen zu coachen, sie zu prägen und meine Erfahrungen (gute und schlechte) zu teilen. Ich lebe dafür zu sehen wie Gott das Potential in Menschen um mich herum freisetzt und es ist für mich eine grosse Ehre meinen Teil dazu beitragen zu dürfen. Bereits als Teenager legte Gott mir Sehnsüchte und Träume aufs Herz die ich nun nach und nach entdecken und leben darf. Wenn ich sehe wie er meine fünf Brote und zwei Fische, das Wenige was ich an Eigenkapital zu geben habe, vermehrt, staune ich immer wieder. Leben zu teilen, Menschen anzuleiten, zu inspirieren und zu ermutigen ist das wozu ich geboren wurde und mein Herz schlägt für die Menschen, denen Gott durch mich begegnen möchte.

Aber… so gern ich leite, so ungern gebe ich die Führung ab. Als Zwanzigjährige war ich sicher alles zu wissen, geistlich bereits ein Riese zu sein und hätte mir jemand die Gemeindeleitung angeboten, ich wäre nicht überrascht gewesen.

 

Doch für Gott war ich kein hoffnungsloser Fall.

 

Während den zwölf Jahren in denen ich mittlerweile in der Jugendarbeit tätig bin hat Gott mich nie im Alleingang entscheiden lassen. Ich fand mich immer in einem Team wieder unter einem Hauptleiter.  Nach und nach lehrte Gott mich meinen Stolz abzulegen und mich nicht auf mich zu verlassen sondern auf ihn. Menschen mit vollkommen anderen Persönlichkeiten und Führungsstilen standen über mir und bei mir und Gott zeigte mir wie Leiterschaft bei ihm buchstabiert wird. Ich begann zu verstehen dass Leiten heisst sich unterzuordnen, zu dienen, anderen den Vortritt zu lassen und Ideen auszuprobieren die mir nicht entsprachen.  Ich fand mich in Situationen wieder, in die ich mich niemals von selbst hineinbegeben hätte und selbst wenn viele dieser Momente mich reifen und wachsen liessen, waren es schmerzhafte Prozesse. Ich lernte über die Jahre, das Leiten nicht nur beten und tun beinhaltet, sondern oft auch warten, hoffen und vertrauen.

Leiterin sein fordert mich immer wieder aufs Neue heraus. Ich möchte Dinge schneller erreichen als sie tatsächlich passieren und oft verstehe ich nicht warum nicht alle Menschen meine Begeisterung für junge Menschen und generationenübergreifendes Coaching teilen.

 

Immer wieder bin ich versucht die Vision die Gott mir aufs Herz gelegt hat, mit meinen eigenen Mitteln zu erreichen und dadurch kleiner zu machen als sie eigentlich ist.

 

Doch genauso oft merke ich, dass ich mit meinen natürlichen Ressourcen grandios untergehen würde.  Trotzdem fällt es mir oft schwer zu vertrauen dass Gottes Timing besser ist als das meinige und dass seine Sicht auf mein Leben besser passt als meine kurzsichtigen Ausblicke.

 

Denn eines habe ich in den letzten Jahren gelernt.

Ich bin nur dann eine gute Leiterin wenn ich die Führung abgebe.  Nur wenn ich Gott immer und immer wiede zutraue meine Zeitpläne zu überarbeiten, meine Organisation über den Haufen zu werfen und anders zu handeln als es meinen Vorstellungen entspricht, erreiche ich das wovon er und ich träumen.

 

Mail an Lydia Siegenthaler 

 

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