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Gedanken von Frauen die leiten

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Wenn die Angst kommt

Kurz nachdem ich den Vertrag als Jugendleiterin in unserer Kirche unterschrieben habe, passierte es.

Angst breitet sich in meinem Bauch aus, kriecht langsam nach oben und lähmt meine Gedanken. Die Aufgabe zu der ich mich soeben verpflichtet habe, türmt sich plötzlich als drohende Wand vor mir auf. HOCHSTAPLER steht in grossen Lettern drauf und scheint mich zu verhöhnen. Ich fange an meine Fähigkeiten neben meine Visionen zu stellen und vergleiche mein Persönlichkeitsprofil mit den Vorstellungen, die ich von einer guten Jugendleiterin habe. Der Mut verlässt mich und die Angst übernimmt.

Es ist nicht das erste Mal. Ich kenne diese Angstattacken seit meiner Teenagerzeit. Die Stimme, die mir trotz frisch erworbenem Lehrpatent zuflüstert: „Das schaffst du nie.“, ist dieselbe die mir nach meiner Hochzeit unterstellt die falsche Frau für den richtigen Mann zu sein. Von den Versagensängsten und Unzulänglickeiten ganz zu schweigen, die an meine Tür klopfen seit ich Mutter bin. Wenn die Angst kommt, gibt es kein Entrinnen. Das Schlimme daran: Diese Stimme hat recht.

Oft bin ich keine liebevolle Mutter, viel zu wenig grosszügig meinem Mann gegenüber und die Sache mit der Jugendleitung ist mir nicht nur eine Nummer zu gross.

Es ist wahr das meine Träume und Vorstellungen zu gross sind für das was ich kann und bin. Meine Fähigkeiten und meine Persönlichkeit reichen schlicht und einfach nicht aus für das was sich Gott mit mir zusammen erträumt. Aber...

 

Ich habe einen Trumpf im Ärmel. Das letzte Wort in der Sache hat nicht die Angst - sondern Gott.

 

Stimmt, ich habe viele Schwächen, 

aber...

Gott ist in den Schwachen mächtig.

 

Stimmt, ich schaff das nicht,

aber...

ich kann alles durch den der mir Kraft gibt.

 

Stimmt manchmal fehlt mir die Kraft,

aber...

diejenigen die Gott als ihre Stärke haben, gehen von einer Kraft zur nächsten.

 

Meine Schwächen sind nicht nur kein Hinderungsgrund. Meine Unzulänglichkeiten sind die Voraussetzung dafür, dass Gott seine Kraft im vollen Ausmass entfalten kann. Welche ein überwältigendes Prinzip.

Inmitten dieser Angst, inmitten dem Bewusstwerden all meiner Unzulänglichkeiten wachsen mir Flügel und die Mauer wird kleiner und kleiner.

Je schwächer ich bin, desto grösser ist Gott in mir.

 

Welch eine Verheissung!

 

Mail an Lydia Siegenthaler 

 

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