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Gedanken von Frauen die leiten

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Teil 1 

Als junge Ehefrau hörte ich viele Aussagen zum Thema „Kinder kriegen“. Viele sagten mir: „Geniesse dein Leben jetzt und tue alles was du noch tun willst, solange du noch keine Kinder hast, denn danach kannst du dies nicht mehr tun“. Unsere ersten Ehejahre lebten mein Mann und ich ganz nach diesem Motto. Wir reisten, erlebten viele Abenteuer zusammen und genossen das kinderlose Leben in vollen Zügen. Daneben waren wir sehr aktiv in unserer Gemeinde in Zürich, investieren uns mit Leib und Seele in Menschen und hatten nicht viel Zeit um über eigene Kinder nachzudenken. Unsere Leben waren je länger je mehr ausgefüllt, mit unserer Berufung in Menschen zu investieren und ihnen Jesus nahe zu bringen. So kam es, dass wir mit jedem weiteren Jahr dachten, dass es einfach noch zu früh ist eigene Kinder zu haben, denn dann könnten wir ja nicht mehr tun was uns auf dem Herzen war. Wir organisierten und leiteten viele Lager und Einsätze und wir liebten es zu arbeiten. Neun Jahre waren wir verheiratet ohne Kinder und dies mit Absicht. 

 

Doch da waren wir, anfangs Dreissig und eine grosse Veränderung bahnte sich an. Schon hatten wir der Anfrage zugesagt, junge Menschen in Jüngerschaft und Leiterschaft auszubilden und ein praxis-orientiertes Training zu leiten. Für diese Aufgabe mussten wir die Stadt bzw. den Kanton wechseln, unseren Gemeindeverband und geistliches Zuhause verlassen, und ein komplett neues Beziehungsnetz aufbauen.

Inmitten dieser Vorbereitung für diesen neuen Job wurde ich schwanger! Dies war nicht so geplant, wollten wir doch erst langsam mit Kindern beginnen wenn wir gut eingearbeitet sind und das neue Umfeld klar war. Doch es schlug unerwartet ein und ich war überrumpelt. Der Zeitpunkt schien einfach nicht in unsere Pläne zu passen. Der Geburtstermin war der erwartete Zügeltermin und Starttermin für unseren neuen Job, den ich und Stefano zusammen antreten wollten. All die gutgemeinten Aussagen von verschiedenen Menschen von früher und neue angstvolle Gedanken prasselten auf mich ein; „Du kannst nicht mehr arbeiten mit einem Baby, wie soll das gehen eine solche Veränderung und Herausforderung und dazu noch eine junge Familie zu haben, ...“ 

Ich erzählte verschiedenen Menschen, dass ich schwanger war und prompt kamen die Reaktionen wie; „Oh, dann kannst du ja die Schule nicht mehr leiten, oder hörst du dann auf zu arbeiten....?“. Ich hatte mich doch so gefreut auf diese neue Aufgabe die an uns herangetragen worden war, die wir lange im Gebet geprüft hatte, bevor wir uns dafür entschieden hatten. Nie hatten wir auch nur eine Sekunde mit der Möglichkeit gerechnet, dass nur einer von uns sich dort investieren würde. Eine Berufungskrise machte sich in mir breit. Mutter sein oder Berufung leben? 

In meinem Herz stürmte es und ich brauchte Gottes Sprechen in dieser Situation! Ich suchte ihn und flehte um seine Hilfe um mein umtobtes Herz zur Ruhe zu bringen. Doch Gott ist treu, er sprach im richtigen Moment mit Worten die mein Leben und meine Ansichten über Familie radikal veränderten.

 

Er sagte mir: „Ihr seid meine Kinder, ich bin da! Euer Kind ist ein Geschenk von mir und keine Berufung. Wenn ihr eine Berufung daraus machen möchtet ist dies eure Wahl, doch die Berufung die ich euch gegeben habe bleibt! Die Kinder werden in eure Berufung hineingeboren und ich sorge für euch!“  

 

Kinder ein Geschenk und keine Berufung? War das biblisch? Ich forschte in der Bibel bezüglich diesen Worten und prüfte ob ich wohl richtig gehört hatte. Ich fand viele Verse und Geschichten die das Gehörte bestätigen, doch der folgende Vers brachte es wie auf den Punkt:

 

Kinder sind eine Gabe des Herrn, ja, Fruchtbarkeit ist ein großes Geschenk! Psalm 127, 3

 

Teil 2 folgt ...

 

Mail an Doris Lindsay 

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