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Meint es Gott gut mit mir?

Das Ringen mit der Wahrheit

Ich passe nicht in das klassische Schema. Ich bin 28 Jahre alt, aus Leidenschaft Pastorin und Single. In meiner Rolle als Pastorin, Frau, erst 28, fühle ich mich immer mal wieder einsam, unverstanden, komisch oder deplaziert. Einladungen, die sich an mich und Partner richten, machen bewusst, dass da scheinbar etwas zu fehlen scheint. Oder dann gibt es Pastorentreffen mit Partner, am besten mit Essen an Vierer- und Sechsertischen. In diesen Momenten spüre ich immer die Versuchung in Selbstmitleid zu versinken und mich so richtig einsam zu fühlen.

 

Gott erinnert mich dann immer mal wieder an die Worte, die vor einigen Jahren eine Leiterin zu mir sagte: "Du bist allein, aber nicht einsam."

 

Zwischendurch helfen diese Worte, manchmal machen sie mich nur noch etwas wütender auf Gott. Meine "Lieblingsanklage" lautet: Warum habe ich eine Berufung, die in sich selbst schon eine Herausforderung ist und dann muss ich auch noch alles alleine tun?

 

Ich könnte nun tausend gute Antworten aufführen, die alle wahr sind und sogar ihre Berechtigung haben. Aber letztlich geht es immer um ein anderes, tieferes Thema: Glaube ich, dass Gott einen guten Plan für mein Leben hat? Dass er mich nicht vergessen hat? Manchmal glaube ich es, manchmal glaube ich es nicht. Manchmal finde ich es echt anstrengend der Wahrheit mehr zu glauben als den Lügen. Leider sind die Lügen so laut in dieser Welt. Es ist meine Entscheidung, was ich glaube. Ich kann mich immer wieder für die Wahrheit entscheiden, auch wenn diese schwieriger zu finden ist. Gott fordert mich immer wieder heraus und fragt mich: Was glaubst du? Wenn ich dann einer dieser ganz ehrlichen Momente habe, erschrecke ich immer wieder darüber, was ich tief in mir glaube. Plötzlich kommen da Überzeugungen, die heissen: "Gott meint es schon gut mit mir, aber einfach nicht in jedem Bereich meines Lebens" oder "es gibt sowieso niemanden, der eine Frau mit meiner Berufung möchte"... Diese nackten Überzeugungen, die ich in diesen Momenten erkenne, erschüttern mich, brauchen Heilung und den Willen sie los zu lassen.

 

Gottes Wahrheit befreit, aber nur dann wenn ich sie als meine Wahrheit annehme.

 

"Die Wahrheit wird euch frei machen (Joh 8:32)" – das stimmt, aber es braucht Zeit bis die Wahrheit wirklich im Herzen ankommt. Einige Lügen habe ich mittlerweile als „Lieblingslügen“ entlarvt und erkenne sie schneller. Bei anderen Lügen brauche ich noch etwas mehr Zeit mit dem Gott der Wahrheit oder lieben Menschen, die mit lauter Stimme mitteilen, dass ich gerade einem falschen Pfad folge. 

 

Mail an Anja Frei

 

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