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Ärmel hochkrempeln und los!

Vor zwei Monaten wurde in meiner Heimatstadt ein ausgesetzter Säugling gefunden. Anwohner fanden das Kind eingewickelt in Plastiktüten in unterkühltem Zustand auf einem Parkplatz. Inzwischen lebt das Kind bei einer Pflegefamilie. Das Schicksal des kleinen Jungen hat mich sehr bewegt. Selber Mutter einer kleinen Tochter, konnte ich den Gedanken nur schwer ertragen, welche Ängste dieses Baby ausgestanden haben muss. Das „Nichtgewolltsein“ wird für immer zu seiner Geschichte gehören.

 

Ein Ältester aus meiner Ortsgemeinde schaltete nur wenige Tage nach dem Auffinden des Babys eine Geburtsanzeige in einer Tageszeitung. Er schrieb: „Dieses Kind ist von Gott gewollt und soll auf der Welt und in unserer Stadt herzlich willkommen sein.“ Das hat mich berührt, weil diese Anzeige gelebte Nächstenliebe war und weil der Glaube an den Gott der Bibel Menschen Würde und Ansehen schenkt. Gerne hätte ich ebenfalls eine Anzeige geschaltet. Dann kam mir eine bessere Idee: wie wäre es, wenn ich zusammen mit vielen anderen Menschen aus unserem Ort ein Willkommensalbum für das Findelkind zusammen stellen würde? Ein Album, bei dem jeder eine ganz persönlich gestaltete Seite beisteuern kann? Gesagt, getan. Eine Facebook-Gruppe wurde gegründet und innerhalb eines halben Tages waren über 500 Menschen Mitglied in der Gruppe. Viele fanden die Idee toll und machten mit. Lokale Tageszeitungen und Radiosender wollten über die Aktion berichten.

Aktuell stelle ich das Willkommensalbum zusammen und lasse es binden. Viele tolle Seiten sind zusammen gekommen. Persönliche, berührende, lustige, tiefgründe Worte an einen kleinen Jungen, der dieses Buch hoffentlich eines Tages lesen und merken wird: Ich bin so vielen Menschen wichtig gewesen.

 

Im Grunde war dies keine aufwändige Sache. Ich hatte eine Idee und habe sie umgesetzt. Weil ich schon viel zu oft Chancen verpasst habe, als ich solchen Geistesblitze nicht nachgegangen bin.

 

Dabei  bin ich sicher, dass „Geistesblitze“ oft wörtlich zu nehmen ist: der Heilige Geist lässt Gedanken, Visionen und Träume in uns aufblitzen.

 

Dabei  bin ich sicher, dass „Geistesblitze“ oft wörtlich zu nehmen ist: der Heilige Geist lässt Gedanken, Visionen und Träume in uns aufblitzen. Sie sollen Menschen Liebe geben, die Welt ein Stück besser machen und Gott verherrlichen. Doch wie oft denken wir: „Das müsste man mal machen“ und tun es dann doch nicht. Wie schade. Jemand hat den Begriff der „heiligen Unruhe“ geprägt. Etwas bewegt uns, lässt uns keine Ruhe. Ein Missstand macht uns traurig, wütend, mobilisiert uns innerlich, motiviert uns, setzt uns in Bewegung. „So wie es ist, kann es nicht bleiben“ denken wir und packen an. Du kennst das sicher. Du weißt schon, wie deine heilige Unruhe aussieht. Krempel die Ärmel hoch und los. Noch heute. 

 

Mail an Cathrin Reich 

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