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Gedanken von Frauen die leiten

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Mit aufgekratztem Herz, bringe ich meinen Sohn in den Kindergarten. Danach schwinge ich mich auf mein altes Fahrrad, bei dem heute auch nur noch zwei von drei Gängen funktionieren. So komme ich leicht verschwitzt in der Factory an.

Heute ist Mittwoch, mein Arbeitstag. Zusammen mit meinem Mann teile ich mir eine 100% Stelle und am Mittwoch arbeiten wir zusammen.  Der bisherige Morgen war hektisch. Doch jetzt sind unsere drei Kinder „versorgt“ und ich kann mich in die Arbeit im Büro stürzen - wäre da nicht mein aufgekratztes, unruhiges Herz.

 

Der Grund dafür ist ein Streit mit meinem Mann vom Vorabend. Wir sind beide impulsive und kommunikative Menschen, deshalb kann es schon mal laut werden im Hause Schuh. Doch heute ist es anders. Wir haben es noch nicht geschafft uns zu versöhnen. Zusätzlich ist er in diesem Moment nicht nur mein Mann sondern auch noch mein Chef. Der Rollenkonflikt ist also vorprogrammiert.

 

Dies ist der Grund, warum ich jetzt mit einem unruhigen Herzen da sitze. Zu allem Überfluss darf ich heute auch noch eine Gebetszeit leiten. Eigentlich würde ich mich lieber krank schreiben lassen. Diagnose: aufgekratztes Herz!

 

Mir bleibt nicht anderes übrig, als diesen Ballast auf die Seite zu legen und mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Während der Gebetszeit läuft im Hintergrund  leise Worshipmusik. Ich fange an leise mitzusingen und stelle verwundert fest, dass mein Herz weicher wird. Der Schmerz ist zwar immer noch da, doch die Härte wird langsam aber sicher aufgeweicht. Nach dieser Zeit sind meine Gefühle aber immer noch von Wut und Trauer geprägt und es rasen mir 100 Gedanken durch den Kopf.

 

Mein Mann scheint  das Ganze nicht sonderlich zu stören. Er ist schon voll im Arbeitsmodus. Doch für mich ist an Arbeiten kaum zu denken. Ich weiss, wenn ich nicht den ganzen Tag so verbringen will, muss ich jetzt etwas unternehmen.

Ich bitte Sam für ein Gespräch in ein anderes Büro. Wir wissen beide, dass wir jetzt nicht das ganze Thema besprechen können oder ein Lösung für unser „Problem“ finden werden. Darum wenden wir eine andere Taktik an.

 

Wir sagen einander, dass wir - trotz der Spannung in unserer Beziehung - einander lieben, mit niemandem anderem verheiratet sein möchten - und dass wir zusammen in Gottes Berufung leben.

 

Wir sagen einander, dass wir - trotz der Spannung in unserer Beziehung - einander lieben, mit niemandem anderem verheiratet sein möchten - und dass wir zusammen in Gottes Berufung leben.

Diese Wahrheiten, die wir über unserer Beziehung aussprechen, lassen mich wieder ruhig werden. Ja, die Freude an meiner Arbeit kommt wieder zurück.

 

Es ist nicht immer einfach, die privaten Sachen zu Hause zu lassen, wie es auch manchmal schwierig ist, dass unser Ehebett nicht zum Büro wird. Trotz diesen Herausforderungen, liebe ich die Zusammenarbeit und bin dankbar, dass wir ein solches Familien-Modell leben können.

 

Mail an Sarina Schuh

 

 

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