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Ich, der geistliche Riese?

 

In letzter Zeit ist es mir immer wieder passiert dass ich in "nicht mehr so jugendlichem" Übermut ja gesagt habe, etwas zu tun das sich dann als viel grösser entpuppte als ich das voraussehen konnte.

 

Vor ein paar Monaten habe ich ein Treffen organisiert für ein internationales Netzwerk in dem ich mich engagiere. 20 Leute aus aller Welt kamen zu mir ins Tösstal um eine internationale Konferenz zu planen. Der Leiter der Gruppe meinte, es wäre schön, wir könnten uns in der Schweiz treffen, weil sie zentral liegt. Klar könnte ich das organisieren, ein Lagerhaus befindet sich gerade 100 m von meiner Wohnung entfernt, ist doch ein Kinderspiel. Das Haus war schnell gebucht, aber die Leute mussten ja auch essen, einige brauchten ein Visum, welches ich ihnen nicht selbst organisieren konnte und dazu Hilfe brauchte und vieles mehr. Da gab es plötzlich so viel mehr zu tun als ich mir in meinem Übermut vorgestellt hatte. Aber ich merkte auch, dass mir Ideen zur Organisation einfach so "zufielen". So spazierte ich zum Beispiel mit den Teilnehmern an einem wunderschönen Herbstmorgen in die nahe Dorfkirche für eine Andacht und wir erlebten eine sehr tiefe Zeit zusammen. 

Das Treffen zur Vorbereitung der Konferenz wurde ein voller Erfolg. 

Als ich dann kürzlich die Gruppe von Menschen, an der Konferenz die wir zusammen geplant hatten, wieder traf, schwärmten sie immer noch von dieser Zeit in der Schweiz und wie speziell gerade der Ausflug in die kleine Kirche gewesen sei. Der Leiter meinte: "Weisst du, die Zeit in der Schweiz war ganz wichtig für den Erfolg dieser Konferenz, die wir jetzt durchführen."

 

In der Vorbereitung für dieses Schweizer Treffen wurde mir bewusst, dass Gott immer wieder die unmöglichsten Leute begabt hat. Es hat ja schon bei den ersten Jüngern so angefangen. Jesus hat diese nicht aus den Rängen der Geistlichen, der Pharisäer und Schriftgelehrten geholt, er nahm sich Fischer und sogar einen Zöllner als seine Freunde und engsten Vertrauten.

 

Obwohl ich ja schon so lange mit Jesus unterwegs bin zweifle ich immer noch manchmal an meinen Begabungen, oder ich wünsche mir, etwas zu sein was ich nicht bin. Lange habe ich mich darüber aufgeregt, dass meine Begabungen so praktisch sind, ich predige zwar gerne aber ich sehe mich nicht als geistlichen Riesen, dazu bin ich viel zu pragmatisch.

 

Obwohl ich ja schon so lange mit Jesus unterwegs bin zweifle ich immer noch manchmal an meinen Begabungen, oder ich wünsche mir, etwas zu sein was ich nicht bin. Lange habe ich mich darüber aufgeregt, dass meine Begabungen so praktisch sind, ich predige zwar gerne aber ich sehe mich nicht als geistlichen Riesen, dazu bin ich viel zu pragmatisch. Wenn ich lehre, und das mache ich als Mitarbeiterin bei JMEM/King's Kids oft, geht es um den Dienst an Kindern, um ganz praktische Dinge.

 

Aber wenn ich es mir dann so überlege, merke ich, dass auch die Jünger nicht die geistlichen Riesen waren, sie hatten Angst und haben Jesus verlassen als es drauf an kam, sagten dann aber JA zu einer Aufgabe die viel grösser war als sie es sich je vorstellen konnten. Und wenn ich für mich zurück schaue, muss ich sagen, ich habe mit meinen Begabungen schon viele Leben berührt, Menschen haben durch das was ich ihnen weitergeben konnte, auch, oder gerade weil es so praktisch war, Veränderung erlebt und ich habe etwas bewegt.

Ich will auch weiterhin "übermütig" bleiben und mit Jesus zusammen Herausforderungen annehmen.

 

Mail an Barbara Rüegger 

 

 

 

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