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Gedanken von Frauen die leiten

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Mit tief berührtem Herzen, sitze ich auf meinem Balkon-Sofa und lasse die bewegenden Szenen des soeben gesehenen Filmes " War Room" noch einmal revue passieren. Der Film erzählt über die Kraft der Gebete und das Wirken Gottes, wenn wir ihn suchen und ehren.

 

Seit ein paar Wochen bin ich aus gesundheitlichen Gründen etwas zur Ruhe gezwungen. Ich, die kaum Mut zur Lücke in der Agenda hat, stets von hier nach da unterwegs ist und eine lange Liste der „das möchte ich auch noch tun" Projekte führt...

Mir wird bewusst, dass ich eigentlich so viel Zeit hätte, um einfach in die Gegenwart Gottes einzutauchen. Ganz bewusst mit ihm zu reden, auf ihn zu hören, meine Fühler ausstrecken.

Etwas beschämt realisiere ich mit wie viel „Müll“ ich doch oft die Zeit meiner Bettruhe in den letzen Tagen und Wochen gefüllt habe.

Klar, ich verbringe auch in diesen Tagen wunderbare, wertvolle und bereichernde Zeiten mit Menschen. Begegnungen in denen mir oft Gott begegnet und ich herausgefordert oder inspiriert werde.

 

Aber wie steht's mit meinen Gebeten? Damit meine Gebete nicht vom Dialog zum Monolog werden, müsste ich doch aktiv sein- und  ganz ehrlich; Passivität nimmt gerade ziemlich viel Raum ein in meinem Leben. Ich stelle mir die Frage, warum ich mich dem so hingebe, obwohl das ja so überhaupt nicht meinem Naturell entspricht?

Etwas schockiert realisiere ich, dass ich Gott momentan total lauen Kaffee serviere mit meinen Gebeten- doch eben- wer mag schon lauwarmen Kaffee?

Dankbar, dass ich heute meine Zeit mit diesem Film „tot geschlagen“ habe, der mich wachrüttelt, wende ich mich zu Gott. Und es ist als würde er mir sagen „es ist okay, ich bin da...“

In meinem Tagebuch lese ich einen Spruch, welchen ich vor ein paar Monaten irgendwo in einem Artikel gelesen hatte: " Frauen des Gebets lernen das Wesen Gottes kennen und schöpfen daraus Gottvertrauen und Gelassenheit". 

 

„Frauen des Gebets lernen das Wesen Gottes kennen und schöpfen daraus Gottvertrauen und Gelassenheit“. 

 

Ich merke wie Gott, während ich diesen Spruch lese,  in meine Asche bläst und neues Feuer entfacht. Ich liebe das Gebet. Wie oft erwies sich mir die Zeit des Gebets als Kompass. Als der Moment, in dem Gott Stürme still legen kann und mir sagt „es ist gut, vertraue mir“ ... Die Erinnerung schafft Hoffnung und Vertrauen - das habe ich in meiner theologischen Ausbildung schon oft gehört. Und einmal mehr erlebe ich dies ganz nah und ergreifend.

Mein Gebets-Tagebuch, in welchem ich oft Sprüche, Texte, Bibelstellen, Gedanken, Worte von Freunden etc. notiere in welchen mir Gott begegnet und antwortet, wird mir augenblicklich zur Ermutigung. Es führt mir eben diese Erinnerungen vor Augen, welche mir gut tun und mich dankbar auf Jesus schauen lassen.

 

Ich entscheide mich wieder an diesen Ort zu kommen. Ich will wieder anknüpfen, wo ich stehen geblieben bin. Ich will wieder nahe ans Vaterherz Gottes. Denn nur dort, in seiner Gegenwart und im Gespräch mit ihm, gebe ich ihm die Möglichkeit mein Herz zu verändern, meine Augen zu lenken und mein Vertrauen zu stärken.

In ihm finde ich mich.

 

Und jetzt wird heisser Kaffee serviert...

 

Mail an Sarah Leuenberger 

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