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Gedanken von Frauen die leiten

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Mein Mann und ich sind die Leiter des Musikbereichs unserer Gemeinde. Wir leiten eine unserer Bands, coachen und dienen sowohl im Gottesdienst als auch im Kinderdienst mit Lobpreis. Dies ist für uns ein wirklich wunderbares Geschenk und ich freue mich jedes Mal so sehr darauf, mit Menschen in Gottes Gegenwart zu sein, um ihm mit Musik meine Liebe und meinen Dank auszudrücken.

 

Mir ist in den letzten Monaten neu bewusst geworden, dass mein Dienst nur dann effektiv sein kann, wenn ich ständig Gemeinschaft mit ihm suche und aus seiner Gegenwart heraus diene.

Vor zwei Jahren ging es mir zunehmend schlechter und ich wusste nicht was mit mir los war. Ich war plötzlich völlig am Ende. Meine Ärztin stellte eine Autoimmunerkrankung meiner Schilddrüse fest. Bis ich wieder einigermaßen auf den Beinen war dauerte es über ein halbes Jahr.

Wenn ich jetzt zurück denke, kann ich sagen, obwohl diese Zeit für mich sehr schwer, herausfordernd und deprimierend war, dass es das Beste war, was mir passieren konnte. Ich weiß, das hört sich komisch an und ich hätte damals nie gedacht, dass ich das mal sagen bzw. schreiben werde, aber es ist tatsächlich so.

Ich war so schwach, dass ich sozusagen „Pause vom Alltag“ hatte. Im Nachhinein betrachtet war es sein  Geschenk an mich:  Zeit zu haben, um nah bei Ihm zu sein, mich von ihm füllen zu lassen und mich ganz neu auf Ihn auszurichten. Vor meiner Erkrankung war ich irgendwie nur noch am funktionieren, drehte mich um Aktivitäten wie in einem Karussell.  Während der Krankheit wuchs in mir eine neue, starke Sehnsucht in seiner Gegenwart zu sein. Ich lernte in dieser Zeit so viel über ihn und auch über mich. Wie unendlich wichtig es ist an der Quelle zu sein. Dass aus der Gemeinschaft mit ihm mein Sein, meine Identität entsteht. Dass mein Wert nicht in dem liegt, was ich tue (denn jetzt konnte ich nichts mehr tun), sondern weil er mich liebt. Bedingungslos!  Ich erlebte, dass er die heilt, die gebrochenen Herzens sind, denn ich fühlte mich zerbrochen und schwach.

 

Ein neues tiefes Bewusstsein wuchs in mir, dass der größte Schatz, den ich habe, seine Gegenwart ist und er sich danach sehnt mit mir Gemeinschaft zu haben.

 

Ein neues tiefes Bewusstsein wuchs in mir, dass der größte Schatz, den ich habe, seine Gegenwart ist und er sich danach sehnt mit mir Gemeinschaft zu haben. Früher war ich eher so wie Marta aus der Bibel. Sehr viel beschäftigt und wollte immer alles perfekt machen. In meiner Krankheitszeit habe ich erst so richtig verstanden, dass Maria den besseren Teil erwählt hat. Ich hab mir vorgestellt wie unendlich sie sich gefreut haben muss, als sie wusste - Jesus kommt zu ihr!  Sie hatte – wie auch ich – so eine Sehnsucht bei ihm zu sein und seine Gegenwart zu genießen und sich füllen zu lassen. Denn NUR in der Gemeinschaft mit meinem Schöpfer liegt alles,  was ich brauche!  

 

Ich hätte dies alles nie gelernt, wenn es bei mir nicht so krass gekommen wäre, dass ich einfach nicht mehr konnte. Aber diese ungewollte und ungeplante "Pause“ wurde der Startpunkt in ein neues Kapitel meines Lebens. "It´s not about perfection, it´s about connection". Es geht nicht darum, dass ich alles perfekt mache, sondern um meine Verbindung zu ihm. Es ist so schön zu sehen, dass Jesus Marta keinen Vorwurf machte. Er bat sie nur darum Prioritäten zu setzen.

 

Wenn ich mir Zeit nehme in seiner Gegenwart zu sein, verändert es mich und entfacht so eine große Leidenschaft. Und aus dieser möchte ich dienen.

 

Mail an Sonja Schlittenbauer

 

 

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