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Gedanken von Frauen die leiten

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Mein zweites Kind ist unterwegs und wirft meine Gedanken wild in den Hirnwindungen herum. Weil ich realisiere, dass sich mit einem zweiten Kind nochmals vieles verändert: Die Kinderbetreuung wird komplexer, unsere Kräfte reduzierter, unsere Familie und deren Bedeutung grösser. Ich empfand Gottes Stimme sehr klar in den Wirren dieser Gedanken: „Alles hat seine Zeit! Nimm Schritt für Schritt, und lass einige Wege vorläufig hinter dir.“

 

Nun finde ich langsam heraus, was in den kommenden Monaten und Jahren seine Zeit haben wird, welche Aufgaben und Ziele keine Zeit mehr haben werden. Und ich stelle demütig fest, wie oft sich meine Vorstellungen und Erwartungen von Gott verabschieden, wie stark mich gesellschaftliche, kirchliche und familiäre Vorstellungen prägen. Ich möchte frei sein, das zu tun, wozu Gott mich berufen hat, ehrlich, ungezwungen und authentisch. Ich möchte meinem Herzen und Gottes Geist in mir folgen, und keinen ideellen Ansprüchen.

 

Konkret heisst das für mich, dass ich in den kommenden Monaten und Jahren meinen Fokus auf meine Familie legen möchte, dass ich in erster Linie Mama und Hausfrau sein werde. Dass ich meine Firma stilllege, dass ich möglichst viele Verantwortungen in der Gemeinde und ausserhalb der Familie ablehne. Wer hätte das gedacht?

Ich war erstaunt zu merken, wie viel Mut mich das kostet. Ich liebe die Stärkung der Frau, ich liebe die zunehmende Sichtbarkeit von Frauen auf Bühnen und in der Leiterschaft, ich bin Feministin. Doch ich habe mich in meinem Wunsch für die Freiheit von Frauen auf gewisse Vorstellungen versteift. Sie greifen deutlich zu kurz: Echte Stärkung aller Frauen bedeutet, dass jede Frau frei ist zu tun, wozu sie gerufen ist.

 

Echte Stärkung aller Frauen bedeutet, dass jede Frau frei ist zu tun, wozu sie gerufen ist.

 

Das betrifft jede Frau an jedem Ort: Auf der Bühne, hinter dem Predigerpult, in Geschäftsleitungen, zuhause am Kochherd und mitten im Wäscheberg. Eine starke Frau ist eine authentische Frau, die von Herzen und mit Leidenschaft tut, wozu sie sich von Gott berufen fühlt. So wird sie automatisch zum Vorbild für andere und damit zur Leiterin.

 

Ich möchte weiterhin eine starke Frau bleiben und bin froh, dass mich Gott wieder einmal aus der Versteifung meiner eigenen Vorstellungen gelockt hat. Das wird er wohl noch öfters tun.

 

Mail an Sarah-Maria Graber 

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