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Ich erinnere mich noch gut an den Moment im letzten Frühling. Mein Mann und ich wurden angefragt, ob wir ab Januar 2017 in einer regionalen Kirche die Leitung übernehmen würden. Wir waren sowieso in einer intensiven Phase, wo wir uns Gedanken machten, wie unsere Zukunft aussehen soll. Seit einigen Jahren bin ich begeisterte Leiterin einer Jugendkirche. Mein Herz schlägt für die Kirche und für die Menschen mit denen ich arbeite! Ich liebe Kirche! Sie ist einer meiner grossen Leidenschaft, in die ich mich endlos investieren könnte.

 

Geehrt nahmen wir das Angebot entgegen, waren jedoch erleichtert, dass wir noch ein paar Monate Bedenkzeit hatten. Als eine stark freiheitsliebende Person, fällt es mir schwer so eine grosse Entscheidung zu fällen und mich festzulegen.  Ehrlich gesagt, schob ich die Entscheidung von mir weg, da ich wusste, dass mich dieser Prozess viel Energie kosten würde. Viele Gedanken gingen durch meinen Kopf: Was wird mit all meinen anderen Träumen? Was würden wir alles aufgeben müssen? Würde mir die Freiheit genommen all die kreativen Sachen die ich liebe zu organisieren und durchzuführen? Könnte ich noch selbstbestimmend handeln? Würde mich diese Leitungsaufgabe zu fest einschränken? Und dann auch die grundlegende Frage, ist dies wirklich Gottes Plan für mein und unser Leben?

 

In früheren grossen Entscheidungen, erlebte ich Gott als einen Gott der mir klar die Richtung wies. In mir schlummerte auch diesmal der Wunsch, dass Gott uns mit einer unverwechselbaren Deutlichkeit aufzeigen würde, ob wir als Ehepaar für diese Aufgabe berufen sind! Ich erhoffte mir diesen Moment. Wochen, sogar Monate gingen vorbei. Wir beteten, führten viele Gespräche, jedoch hörten wir von Gott nichts Konkretes!

Eines Tages "stolperte" ich über eine Studie, die mich total ansprach. In verschiedenen Altersheimen wurden sämtliche ältere Menschen gefragt, was sie ändern würden, wenn sie nochmals jung wären. 90% der Befragten antworteten erstaunlicherweise mit der gleichen Antwort. Sie würden mehr Risiko eingehen in ihrem Leben! Diese Worte trafen mich sehr und ich dachte, ich will doch eine Person sein, die mit Gott Risiken eingeht! Mit dieser Studie im Hinterkopf wurde es für mich immer klarer, dass es Zeit war für das nächste Risiko in meinem Leben. Ich glaube, dass wir riesige Chancen für Gottes Handeln verpassen, wenn wir ein abgesichertes Leben führen und keine Risiken mehr wagen. Ich realisierte einmal mehr, dass es nicht immer die klare Stimme von Gott braucht, sondern Gott uns auch oft die Entscheidung selbst überlässt. 

 

Ich glaube, dass wir riesige Chancen für Gottes Handeln verpassen, wenn wir ein abgesichertes Leben führen und keine Risiken mehr wagen. Ich realisierte einmal mehr, dass es nicht immer die klare Stimme von Gott braucht, sondern Gott uns auch oft die Entscheidung selbst überlässt. 

 

Der Entscheid die Leitung zu übernehmen ist und bleibt ein Risiko! Ein Risiko eingehen bedeutet auch immer einen Preis bezahlen. Was das genau sein wird, werde ich erst auf dem neuen Weg entdecken. Ich habe mich entschieden, dass ich den Preis bezahlen möchte um Gottes Kirche und sein Reich mit meinen Gaben zu bauen. Ich darf das Risiko eingehen mit dem Wissen, dass Gott weiter voraussieht als ich selbst und ich ihm vertrauen darf.  

 

 

Mail an Stefanie Schneider 

 

 

 

 

 

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