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Vor einer Weile feierte unsere älteste Tochter Geburtstag. 34 Jahre!

Dieses Fest löst einige Erinnerungen aus. Debora hat mir schon vor der Geburt andere, mir unbekannte Facetten vom Leben und mir selber gezeigt. Wir hatten viele heisse 'Diskussionen', schon als sie noch ungeboren war und eine drohende Frühgeburt mich „zwang“ von einem Augenblick auf den anderen zu liegen... einige lange Wochen.  Ich habe viel geweint und ihr gesagt, dass sie das einfach nicht mit mir machen darf. Sie, das gewünschte, geplante Kind. Ihr war das ziemlich egal.

 

Ich habe in diesen Wochen sehr viel und ziemlich hart lernen müssen. Von einem Augenblick auf den andern war ich weg. Weg von der Arbeit und weg von der Gemeinschaft. Da lag ich nun, statt meine Arbeit zu übergeben und aktiver Teil der Gemeinschaft zu sein, im Bett und durfte gerade mal für den Toilettengang aufstehen.

 

Häufig entpuppen sich Dinge, die wir uns wünschen und von denen wir viel erwarten, zuerst mal als sehr anstrengend. Sie sind überhaupt nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Vielmehr sind sie mühsam und emotional sehr, sehr fordernd. Damit hat aber der "Entpuppungsprozess" erst angefangen. Jedoch nur, wenn ich durchhalte und mich immer wieder neu meinen enttäuschten Erwartungen stelle. Oder auch, wenn ich reflektiere, was es mit mir macht und welche unbekannten oder ungewollten Seiten bei mir zum Vorschein kommen. Nur dann lerne ich sehr viel über mich selber und meine Beziehung zu Gott.

 

Ich wurde beispielsweise mit meiner Ungeduld konfrontiert. Oder auch meinem Willen zur Selbstbestimmung. Oder noch schlimmer, meinem Selbstmitleid. Damit, wie schnell ich jemanden verantwortlich machen will für etwas, das mir nicht passt. Mit der Frage, wo denn Gott in dieser Situation ist und wieso er nicht eingreift? Ja, Debora hat mich schon vor der Geburt viel gelernt. Plötzlich wurde über mich bestimmt - und ich war nicht mehr gefragt. Meine Arbeit wurde weitergeführt, auch ohne mich. Mein Wunsch in allen Situationen lernen zu wollen wurde getestet. Diese Zeit hat mich gelehrt, nicht nur mit meinem (ungeborenen) Kind, sondern vor allem mit Gott im Gespräch zu sein. Mit ihm alle meine emotionalen Tiefen, meine Verzweiflung, meine Abwehr, meine Tränen zu teilen. Ihm immer wieder zu sagen, dass ich auch jetzt seine Liebe nicht in Frage stellen will.

 

Diese Zeit hat mich gelehrt, nicht nur mit meinem (ungeborenen) Kind, sondern vor allem mit Gott im Gespräch zu sein.

 

 

Im Rückblick kann ich von Herzen dankbar sein. Gott ist mir immer wieder begegnet. Er hat mich durch getragen und zum Schluss bekamen wir ein wunderbares Kind. Sehnlichst erwartet und dann doch überraschend... ganz anders als erwartet.... einfach als Geschenk!

 

Mail an Christa Gasser 

 

 

 

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