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Mein Lebensmotto lautet: "Die großartigen Geschichten werden die erleben, die der Angst nicht nachgeben" (Miller). Als ich für Jesus um die Welt gereist bin, von Peru nach Kambodscha in den Nahen Osten, bat ich Gott, mir zu seiner Ehre zu erlauben, großartige Geschichten zu erleben. Ich investierte mein Leben voll und ganz in Menschen die Jesus nicht kannten. Nach Jahren von intensiver Arbeit erlebte ich dann auch endlich diese grossen Geschichten. Eine syrische Witwe teilte mir ihre Traumbegegnung mit Jesus und ich half ihr, ihm zu folgen. Ich baute ein Missionsteam mitten im 10/40-Fenster auf, etwas was viele für unmöglich hielten. Ich habe Muslime im Mittleren Osten getauft! Die großartigen Geschichten, nach denen ich mich immer gesehnt hatte, häuften sich! Menschen nannten mich Leiterin, fanden mich kompetent und gaben mir Anerkennung. Ja, ich hatte es genossen.

 

In dieser fruchtbaren Zeit, bekamen mein Mann und ich von unserer Missionsorganisation die Anfrage als Trainer in die USA zu gehen und Missionare für das Missionsfeld auszubilden. Natürlich, strategisch betrachtet machte dies absolut Sinn. Denn so konnten wir unsere Erfahrung und Anliegen vervielfachen. Doch es fühlte sich an, wie aus dem Rampenlicht in eine Backstage-Position zu treten. Die Scheinwerfer auf meine tollen Geschichten wurden abgeschaltet. Ja Gott bestätigte, dass dieser Schritt der Richtige für uns war, doch es fühlte sich an wie ein Rückschlag. Viele der großartigen Geschichten die ich nun hörte, waren nicht mehr meine eigenen, sondern die der Missionare, für die ich mich stark machte. Ich freute mich über ihre Früchte, doch um ehrlich zu sein, mein Ego hatte einen Schlag abbekommen.

Als Enneagram 3 (Leistungsmensch), kämpfe ich damit Menschen zu gefallen. Ich sehe meinen Wert in dem, was ich tue und was andere über mich sagen. In dieser Trainer Rolle zu sein, gab mir nicht mehr die gleiche Anerkennung von der ich zehren konnte. Ich erlebte sie nicht mehr, die spannenden Geschichten, die mich anspornten. Gefühle wie, „wer bin ich denn noch“, oder „was habe ich noch für einen Wert“, wollten sich bei mir einschleichen.

 

Ich erlebte sie nicht mehr, die spannenden Geschichten, die mich anspornten. Gefühle wie, „wer bin ich denn noch“, oder „was habe ich noch für einen Wert“, wollten sich bei mir einschleichen.

 

Und dann kam Lukas Elia. Ich hatte mich so viele Jahre nach diesem Kind gesehnt, und er war die Antwort auf viele prophetische Gebete. Er brachte unglaubliche Freude in unsere Leben, doch auch grosse Veränderungen. Ich lernte ganz neu meine Grenzen kennen.

Heute war so ein Tag. Ich hatte vor, so viel zu erledigen. Ich hatte einen wichtigen Termin auf den ich mich vorbereitet hatte. Ich war bereit, Luke zur Kinderbetreuung zu bringen, damit ich mit meinem Mann zusammen dienen konnte. Aber Luke erwachte mit seinem 4. Durchfalltag in Folge. Ich hatte seine Windel schon dreimal mitten in der Nacht gewechselt und zu allem Übel hatte er auch noch einen schrecklichen Windelausschlag entwickelt. Es war wie eine Folter für mich - und Luke. Sein Schreien brachte mich an den Rand meiner Kraft und meine eigenen Tränen flossen.

Genau als ich endlich bereit war aus dem Haus zu gehen, brauchte Luke schon wieder frische Windeln. Ich glaubte es einfach nicht. Mein Mann hielt den schreienden Luke auf den Armen und ich stand heulend daneben.  »Geh ohne mich zur Arbeit«, sagte ich zu meinem Mann, „ich muss zu Hause bleiben und sicherstellen, dass es ihm besser geht.

 

Mein Mann ging und ich fühlte mich schuldig. Ich ging durch all die Aufgaben, die ich heute hätte erledigen sollen und ich wusste, ich würde einige Leute enttäuschen. Am meisten mich selbst. Ich ärgerte mich und mir kamen die Tränen. Ich hatte doch so vieles vor gehabt für diesen Tag.

In diesem Moment realisierte ich, wie hart ich zu mir selber war. Ich erwartete so vieles von mir - grosse Leistungen und Ergebnisse.

Wenn ich jemanden einen Rat gegeben hätte in dieser Situation, hätte ich ihm gesagt: „Sei doch etwas freundlicher zu dir selbst. Schaue zu dir und entspanne dich“. Doch mein innerer Kritiker war unbarmherzig.

In diesem schwierigen Moment erinnerte ich mich, was Jesus mir vor Jahren mal gesagt hatte. „Du bist meine geliebte Tochter, du bist mein Licht in der Dunkelheit.“ Doch nun, in dieser Backstage Rolle als Trainer und Mutter, galt dies immer noch? War ich auch jetzt noch Licht in der Dunkelheit?

Der Heilige Geist sprach zu meinem Herzen: „Du wirst immer meine geliebte Tochter sein. Du wirst immer mein Licht in der Dunkelheit sein. Es ist egal, was du tust oder nicht tust. Du bist es.“

Nach und nach lerne ich es zu glauben.

 

 

Mail an Meredith Johnson 

 

 

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