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Grenztänzerin

  • Autorenbild: Natalie Zwahlen
    Natalie Zwahlen
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Stunden


Im Moment tanze ich immer wieder mal an meinen Grenzen herum – an den Grenzen meiner Fähigkeiten, meiner Belastbarkeit und ich komme mit Situationen anderer in Berührung, die über meine Vorstellungskraft hinausgehen. Dabei fühlen sich meine Tanzschuhe manchmal einfach zu gross an.


Wenn ich zum Beispiel versuche, mich als neue Co-Leitung bei 24-7 Prayer einzuarbeiten. Wenn ich als Tagesmutter zwei Teenager betreue, deren Mutter einfach ins Ausland verschwunden ist. Wenn ich eine Frau begleite, die Messie ist und von ihren Nachbarn aus der Wohnung gemobbt wird. Oder wenn ich versuche, innerhalb einer Woche einen sinnvollen Blog-Beitrag zu verfassen. Dann fühlen sich meine Tanzschuhe eher wie Wanderschuhe an. Groß und schwer. Und ich ertappe mich dann dabei, trotzdem aus eigener Kraft weiterhin gut dabei auszusehen, tapfer zu lächeln und mir selber meinen Frieden zu bewahren.


In Psalm 147.14 steht: Er schafft Frieden in deinen Grenzen, er sättigt dich mit dem

besten Weizen. Dieser Vers begleitet mich in letzter Zeit so fest. Klar glaube ich, dass ich mit Gott Mauern überspringen kann oder dass Jesus Möglichkeiten schaffen kann, die ich als unmöglich ansehe (Luk 18,27). Aber ich glaube auch, dass Gott mir gesunde Grenzen gegeben hat. In vielen aktuellen Situationen muss ich lernen diese Grenzen zu achten.


Aber ich glaube auch, dass Gott mir gesunde Grenzen gegeben hat. In vielen aktuellen Situationen muss ich lernen diese Grenzen zu achten.


Ich kann nicht alles alleine bewältigen, selbst wenn ich möglicherweise die Begabung dazu hätte. Gott hat meine Energie und meine Zeit begrenzt. Es fällt mir nicht immer leicht, das zu akzeptieren. Dabei wird mir klar: Ich kann mir meinen eigenen Frieden nicht selbst erarbeiten. Dieser Frieden stellt sich auch nicht ein, wenn ich alle Aufgaben erledige oder mich abmühe, alle meine Schwächen in Stärken zu verwandeln - Ich dabei aber ständig über meine Grenzen hinausgehe.

Ich glaube, ich muss lernen mich so zu sehen, wie Gott mich sieht. Er hat mich mit meinen Stärken und meinen Schwächen gut gemacht. Dieses „gut“ möchte ich immer wieder neu annehmen und

dazu ja sagen. Ich möchte meine Beschränkungen und mein Unvermögen Gott hinhalten und ihn immer wieder um Gnade bitten, damit ich gnädiger mit mir selbst werden kann. Denn im Göttlichen „gut“ liegt schon das perfekte Ich.

Zu große und schwere Schuhe sind echt nicht komfortabel. Jesus nachzufolgen, finde ich momentan auch echt nicht komfortabel. Es fordert mich heraus Ihm zu vertrauen. Zu vertrauen, dass Er trägt, wo meine Kraft ein Ende hat. Doch irgendwie darf ich gerade in dieser herausfordernden Zeit viel über mich, meine Beziehung zu Jesus und über Gottes Charakter lernen. Ich darf auch lernen, dass nicht die Größe der Schuhe entscheidend ist.


Entscheidend ist, dass ich dem Heiligen Geist vertraue, der den Platz im zu großen Schuh ausfüllen will und ich meinen Blick auf Jesus richte, der mir die Schritte vortanzt, die der Vater für mich choreografiert hat.


Natalie Zwahlen liebt es seit Jahren, Menschen in der Schweiz in eine tiefe, persönliche Beziehung zu Jesus zu führen und Gott dadurch sichtbarer zu machen. Mit dem WorshipDancArt - Team der Pfimi Burgdorf, tut sie dies auch tanzend. Als lokale Leiterin im Gebetsraum Burgdorf, wie auch im Leitungsteam der Jüngerschaftsschule Go4it bringt sie ihre Leidenschaft und Gaben ein. Sie arbeitet seit 2026 als Co-Leiterin bei 24-7 Prayer Schweiz und bewegt einiges auch auf Nationaler Ebene. 



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