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„Sollen wir eine Gemeindegründung wagen? Gott, kannst du bitte mit grossen Buchstaben ein "JA" oder "NEIN" an den Himmel schreiben?“ Da ich aus keiner Wolke die Form „Ja“ oder „Nein“ interpretieren konnte, mussten wir auf einem anderen Weg zur Antwort gelangen. Dieser andere Weg war um einiges länger und anstrengender. Begleitet von meiner Unsicherheit, Menschenfurcht, Ungeduld und einem Traum, welcher immer grösser und klarer wurde.

 

Jeder Neubeginn startet mit einer Entscheidung. 

 

Jeder Neubeginn startet mit einer Entscheidung. Fehlt der Mut diese zu treffen, scheitert die ganze Idee. Unser Leben fordert ständig Entscheidungen. Ist ER der Richtige? Noch ein Kind? Meine Berufung? Toskana oder Malta? Bei mir beginnen die Schwierigkeiten schon, wenn ich mich in der Pizzeria für Salami oder Schinken entscheiden muss.

Nun lag aber eine Frage vor uns, welche weitaus eine grössere Tragweite hatte. Doch, wie trifft man eine solche Entscheidung? Als Christ darf ich wissen, dass Gott einen Plan mit meinem Leben hat. Diesen Plan darf ich durch eine enge Verbindung mit ihm entdecken. Zusätzlich zu diesem Plan schenkt er mir aber dennoch Entscheidungsfreiheit. Und das ist genau mein Problem! Dieses Doppelgeschenk (göttlicher Plan & freier Wille) überfordert mich gelegentlich. Was möchte Gott und was kann ich selbst entscheiden? Wie lange muss ich mich auf eine Antwort gedulden und wann ist es dran, einfach Schritte zu wagen?

Ich bin dieses simple Rezept am lernen: Ich gehe davon aus, dass Gott Träume in mein Herz legt. Ich spreche regelmässig mit Gott über meine Träume und Ideen – egal wie gross oder verrückt sie sein mögen. Auch beziehe ich Menschen in meine Träume ein von denen ich weiss, dass sie nahe an Gottes Herz sind. Und mir ist bewusst: Angst ist immer ein schlechter Ratgeber! Unsere Kultur hat die Tendenz, alles zu hinterfragen und Risiken zu beleuchten, statt einfach mal zu sagen: do it!

 

Was dies für unsere Gemeindegründungsfrage bedeutet:

Schon lange träumte ich mit meinem Mann davon, zu sehen, wie junge, kirchenferne Menschen Gott begegnen. Wir setzten uns in meiner Gemeinde mit vollem Herzen ein. Gemeindegründung war lange kein Thema... Wie dieser Gedanke plötzlich entstand, kann ich gar nicht genau sagen. Jedenfalls begannen wir uns mit einem befreundeten Ehepaar zu treffen. Wildes träumen verwandelte sich in Visionstreffen. Mein Herz war vollständig gespalten zu dieser Zeit. Die Trennung zur Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin und mein ganzes Herzblut hineingegeben habe, das Unverständnis von nahestehenden Personen und die Angst vor allen möglichen Risikofaktoren. Es gab Tage, an denen ich am liebsten gleich begonnen hätte und es gab Tage, an denen ich dachte, wir dürfen doch nicht noch eine weitere Gemeinde gründen.

 

Unsere Fragen brachten wir ins tägliche Gebet und wir trafen uns mit verschiedenen Leitern, welche für uns Vorbilder im Gemeindebau sind.

 

Unsere Fragen brachten wir ins tägliche Gebet und wir trafen uns mit verschiedenen Leitern, welche für uns Vorbilder im Gemeindebau sind. Monate verstrichen und die Überzeugung wurde immer klarer, dass dieser Schritt nun dran ist und Gott uns dazu gebrauchen möchte. Wir legten los und haben Gott gebeten, Türen zu öffnen und Türen zu schliessen. Offene Türen und Ermutigungen häuften sich. Eine Bibelstelle begegnete uns immer wieder. Darin wurde Gideon aufgefordert in den Krieg zu ziehen. Gideon erinnerte Gott daran, dass er als kleinste Sippe keine Chance auf einen Sieg hatte. Gottes Antwort ist simpel aber stark: „Geh hin, in dieser deiner Kraft,... Hab ich dich nicht gesandt?“ (Richter 6, 14). Dieser Vers sprach uns enorm an, da wir daran zweifelten, ob wir das alles hinkriegen. Und Gott sagt: Geh mit dem was du hast! Wenn dir Gott Träume ins Herz legt, reicht deine Kraft, denn er wird das Restliche beifügen!

Jeder Neubeginn startet mit einer Entscheidung. Ich wünsche mir, dass weder Angst, noch Unsicherheit mich daran hindert, Gottes Pläne zu entdecken.

 

PS: Anfangs Jahr hat unsere neue Gemeinde gestartet und wir sind fasziniert, wie Gott dieses Gefäss gebraucht und jungen, kirchenfernen Menschen darin begegnet. Im Nachhinein bin ich froh um die lange und intensive Prüfungszeit. Denn in ihr mussten wir viele Fragen klären und die Kosten überschlagen. Sie bereitete uns um einiges mehr auf die jetzige Zeit vor, als es ein JA oder NEIN in den Wolken getan hätte.

 

Mail an Elisabeth Walder 

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