Bin ich ein Thermostat oder ein Thermometer?

Aktuell bin ich in Italien und leite ein Jugendcamp. Es ist eine intensive Woche, in der wir Gott erleben und uns mit all unseren Ecken und Kanten besser kennenlernen. Spannend ist, wie schnell das Ego «Hallo» sagt und sich plötzlich vieles um den eigenen Vorteil dreht, denn besten Platz oder das einfachste "Ämtli".
Es ist Morgen. Bevor der Tag startet, sitze ich mit meinem Kaffee am Pool und merke, wie mich diese Beobachtung beschäftigt. Plötzlich erinnere ich mich an einen Satz, den mir ein Leiter einmal zugesprochen hat:
«Als Leiterin bist du ein Thermostat und keinThermometer.»
"Als Leiterin bist du ein Thermostat und keinThermometer."
Ein Thermometer zeigt nur die Temperatur an. Ein Thermostat hingegen verändert sie und prägt damit das Klima seiner Umgebung. Dieses Bild beschreibt Leiterschaft für mich unglaublich gut und hat mich heute Morgen neu ermutigt. Ich möchte als Leiterin nicht nur organisieren und koordinieren, sondern auch wachsam sein und gezielte Impulse geben, die Menschen in ihrer Nachfolge wachsen lassen.
Ist das immer einfach? Ganz und gar nicht. Aber vielleicht beginnt Veränderung genau im Kleinen. Genau heute, irgendwo in Italien. Denn anstatt in der Leitersitzung frustriert über die Situation zu nörgeln, kann ich die Chance nutzen, die vor mir liegt.
Anstatt das Miteinander im Camp nur zu kritisieren, darf ich wie ein Thermostat das Klima aktiv
mitprägen, indem ich Dinge liebevoll anspreche und selbst eine Kultur der Ehre vorlebe, so wie Jesus es uns gezeigt hat.
Zuletzt sind es aber nicht einfach meine Fähigkeiten, die diese Veränderungen bewirken. Ich glaube, dass sie aus der Verbindung mit Jesus entstehen (Joh 15,1–8).
Nur wenn ich selbst mit dem «Klima Jesu» vertraut bin, kann ich es auch in meine Umgebung bringen. Denn je mehr ich sein Herz kennenlerne und verstehe, wie Liebe, Wahrheit und Gnade gelebt werden, desto mehr werde ich sie auch weitergeben können.
Nadine Fankhauser liebt guten Kaffee, das Meer und echte Begegnungen mit Menschen. Als Jugendleiterin in der Pfingstgemeinde Burgdorf investiert sie sich in junge Menschen. Ihr Herz schlägt dafür, dass Jugendliche, besonders im Emmental, Jesus persönlich erleben dürfen. Aktuell studiert sie am ISTL und lebt ihre Leidenschaft für den praktischen Gemeindebau.



















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