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Von Eiern und Hühnern 

Nie hätte ich auch nur im entferntesten davon geträumt, je einen Blog über Eier und Hühner zu schreiben. Hühner sind weder meine Lieblingstiere noch studierte ich jemals mit Begeisterung ihre Verhaltensweisen. Und doch ist da dieses Huhn das mich beschäftigt und mich herausfordert, Parallelen zu meinem Leben zu suchen.

 

Angefangen hatte es an einer internationalen Leiterkonferenz in Taiwan, während einer Worship und Gebetszeit. Da kam diese Frau auf mich zu und sprach sanft in mein Ohr, dass sie das Bild von einem Huhn für mich hat, das auf fremden Eiern sitzt und diese ausbrütet und eine neue Generation von Hühnern das Leben schenkt. Eine Mutter vieler Hühner - das sei dieses Huhn! 

Sie betete für mich und sprach über mir aus, dass ich wie dieses Mutter Huhn bin (ob das wohl als Kompliment gedacht war???) und sie betete für Geduld und Freude für diesen einsamen Prozess des Brütens, der jedoch neues Leben bringen wird. 

 

Der Abend war vorbei und ich sinnierte in meinem Hotelzimmer über dem Bild aus der Gebetszeit nach. Da spürte ich wie der Heilige Geist zu meinem Herzen sprach und mir die Dimensionen und Wichtigkeit der Botschaft aufzeigte. 

 

Wir leben in einer Welt der Selbstverwirklichung und Initiativen. Selbstloser Einsatz ist zwar ein Zeichen von Demut und wird bestaunt, doch attraktiv ist dies sicher nicht. Wir laufen lieber mit den ausgeschlüpften Kücken umher und zeigen ihnen den Weg, als dass wir die Zeit und Energie aufwenden 24 Stunden am Tag auf den Eiern zu sitzen und die Eier mehrmals am Tag zu drehen, damit das noch unsichtbare, wachsende „Kücken“ nicht an der Schale festklebt. Erstaunlicherweise ist es tatsächlich möglich, dass ein Huhn auf Eiern sitzt und diese ausbrütet, auch wenn die Henne sie nicht selbst gelegt hat.

 

Es ist ein Wunder, dass aus einem „toten“ Ei ein Kücken wächst!

Im Bezug auf das Wachstum der Kücken hat die Henne nur eine untergeordnete, jedoch nicht unwichtige, Rolle. Sie ist einfach treu, voller Hoffnung, setzt sich auf die Eier im guten Glauben dass sie befruchtet worden waren, erfüllt ihre Pflichten im Drehen der Eier und sitzt die Zeit ab.

 

Menschen die Gott ruft, werden oft „ausgebrütet“. Schon lange bevor sie die Welt auf den Kopf stellen und Grosses für Gott tun werden, gibt es Menschen die für sie beten, sich in sie investierten und ihnen dienen.

 

Menschen die Gott ruft, werden oft „ausgebrütet“. Schon lange bevor sie die Welt auf den Kopf stellen und Grosses für Gott tun werden, gibt es Menschen die für sie beten, sich in sie investierten und ihnen dienen.

 

Ich glaube Gott stellte mich bewusst in so einen Lebensabschnitt. Er will Leben schaffen, doch meine Aufgabe ist die des Betens, Dienens und Wartens. Für mich manchmal ein langweiliger und nicht wirklich ereignisvoller Auftrag. Gerade als Mensch, der gerne Resultate sieht ist dies eine Geduldsprobe. Doch was für ein Privileg zu wissen, dass Gott neues Leben kreiert und ich den Teil dazu beitragen darf, den es in diesem Moment gerade braucht.

 

Geistliche Mutterschaft fängt da an, wo Gott uns Menschen unter unsere Flügel schiebt, die er rufen und entwickeln will. Unsere Aufgabe ist nicht anspruchsvoll: Wärme geben, Gegenwärtig sein, ihnen dienen und für sie beten.

Gerade das Gebet ist oft übersehen, wirkt nicht attraktiv und ist nicht spektakulär. Doch gerade während wir auf das warten, was Gott im unsichtbaren am Gestalten ist, schenkt uns Gott die Möglichkeit, mit Leidenschaft für die Frucht zu beten!

 

Mutter vieler Hühner? Ja, ich bin mitten am brüten! 

 

Mail an Doris Lindsay 

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