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Gedanken von Frauen die leiten

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Einmal im Jahr habe ich das große Vorrecht, ein Wochenende allein verbringen zu dürfen. Mein Mann kümmert sich um Haus und Kinder und schenkt mir diese wohltuende Auszeit. Ich liebe es, an diesen Tagen eine schöne Stadt zu erkunden: durch die Straßen schlendern, die Menschen, die Geschäfte und die Architektur entdecken und einfach die Seele baumeln lassen.

Immer wieder fallen mir dabei Besonderheiten auf, die die jeweilige Stadt charakterisieren. Der Kleidungsstil der Menschen, die Sprache, Speisen und Getränke, die typischerweise angeboten werden und auch Gesprächsfetzen, die ich hier und da aufschnappe. Daraus entsteht für mich eine kleine persönliche Gesellschaftsstudie, die in keinster Weise bewertend oder kategorisierend ausfällt, sondern als persönliche Erweiterung meines Horizontes einzustufen ist.

 

So auch an diesem Wochenende. Im Café sitzend höre ich am Nachbartisch, dass der Sohn gerade ein Motorrad gekauft habe und Papa zum Start mal für schlappe 1000 Euro passende Motorradkleider gesponsert hat. Voller Stolz berichtet er, was er für ein toller Vater sei, da er seinem Sohn doch fast jeden Wunsch erfülle.

Zeitversetzt diskutieren zwei Frauen in einem Schuhladen, ob sie den Schuh nun kaufen sollen oder nicht, obwohl der Preis etwa der Hälfte des Nettomonatsgehaltes der Verkäuferin entspricht. Ich spüre förmlich die Sehnsucht der Frau während sie ihrer Freundin vorschwärmt, dass es genau dieser Schuh sei, den sie schon so lange gesucht habe. Die Verkäuferin erwidert in gleicher emotionaler Stimmlage, dass sie doch auf ihr Herz hören solle, denn mit Herzensentscheidungen würde sie immer richtig liegen.

 

Sagt uns Gott nicht in Jeremia 17,9, dass unser Herz trügerisch ist, mehr als alles? Wieso sollten wir auf unser Herz hören? Warum suggeriert uns die Welt, dass wir uns nach unserem Herz entscheiden sollen, ungeprüft und unreflektiert? Kann damit die Sehnsucht gestillt werden, die jeder Mensch in sich hat? Was hat das mit mir zu tun als Frau, Ehefrau, Mutter oder Leiterin? Betrifft mich doch gar nicht. Lass doch die Menschen in dieser verkehrten Welt ins Verderben rennen und ihre Sehnsüchte nur „scheinbar“ befriedigen. Kann mir doch egal sein. Ich bin zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt, hat doch auch schon Jesus gesagt. Hat Jesus nicht aber auch gesagt, dass er gekommen ist, damit wir Leben haben und es in Überfluss haben (Joh. 10, 10)?

Wie sehr muss das Herz von Jesus schmerzen, wenn er uns Menschen sieht, wie wir irdischen Dingen nachhetzen, wenn es mein Herz schon dermaßen berührt? Und wie groß muss erst seine Freude sein, wenn er durch mich oder dich wirken kann, um auf ihn als Quelle des Lebens hinzuweisen?

 

Und wenn Jesus in mir lebt, wirkt er dann nicht durch mich – egal ob als Leiterin, Mitarbeiterin, Frau, Ehefrau, Mutter oder Freundin – damit ich Menschen auf diese Quelle des Lebens hinweisen kann und darf?

 

Und wenn Jesus in mir lebt, wirkt er dann nicht durch mich – egal ob als Leiterin, Mitarbeiterin, Frau, Ehefrau, Mutter oder Freundin – damit ich Menschen auf diese Quelle des Lebens hinweisen kann und darf? Menschen in meinem Umfeld, die Jesus noch nicht kennen, aber auch Menschen, die Jesus bereits kennen? Ich muss mich ihm nur zur Verfügung stellen, die notwendigen Fähigkeiten schenkt er. Ist das nicht das größte Abenteuer, auf das wir uns einlassen dürfen?

 

Mail an Carolin Schmitt 

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