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Auf dem Weg des Älterwerden gibt es Phasen im Leben, die als Leiterin wie auch als Privatperson sehr intensiv sind. Obwohl erst knapp über fünfzig, werde ich in meiner momentanen Phase mit all meinen ausgesprochenen Ideologien und Überzeugungen konfrontiert. 

Meine Überzeugung war nicht nur Frauen in Leiterschaft zu fördern und freizusetzen, sondern, zu gegebenem Zeitpunkt, auch meine Verantwortungen in junge Hände zu legen. Und nun stecke ich in dieser Phase und habe das Gefühl, sie nimmt kein Ende. Schon seit gut einem Jahr dauert sie an und ich empfinde es als sehr herausfordernd, neben all meinen verschiedenen Aufgaben und dem normalen Alltagsgeschäft.

 

Als Single bin ich plötzlich wieder mit dem Mutterwerden konfrontiert… keine Panik, ich rede nicht von mir selber, sondern eben von meiner Nachfolgerin. Denn mitten im Übergabeprozess kam die ‘GuteSchlechte’ Nachricht, dass meine designierte Nachfolgerin schwanger ist.

Obwohl wir immer sehr ehrlich kommuniziert haben, habe ich die Möglichkeit in meinem Innern verdrängt und wurde plötzlich in die Realität katapultiert. In der Zeit des Loslassens meines ‘Babys’, das ich gestartet und aufgebaut hatte, kommt urplötzlich wieder der Schmerz der Kinderlosigkeit an die Oberfläche. Der Gedanke, dass ich nie eine andere Wahl hatte, als zu investieren und zu arbeiten. Und da ist wieder diese Leere, dass ich diese Gedanken mit keinem Mann an meiner Seite austauschen kann. Sinne ich diesen Gedanken weiter, bin ich dann schon bald nächsten Thema:  Susanna, du gehörst zum alten Eisen!

 

Aber NEIN – Gott sei Dank wurde ich mit einer Grundfröhlichkeit in meinem Leben ausgestattet und habe Freunde an meiner Seite, die mir immer wieder helfen, nicht in die unendlichen Tiefen der herausfordernden Gedanken zu versinken, sondern mich den Aufgaben zu stellen und an den Herausforderungen zu wachsen.

 

Aber NEIN – Gott sei Dank wurde ich mit einer Grundfröhlichkeit in meinem Leben ausgestattet und habe Freunde an meiner Seite, die mir immer wieder helfen, nicht in die unendlichen Tiefen der herausfordernden Gedanken zu versinken, sondern mich den Aufgaben zu stellen und an den Herausforderungen zu wachsen.

 

Wie cool ist es, dass ich als Single, Leiterschaft leben durfte und viel Gestaltungsfreiraum hatte und nun eine werdende Mutter, den Weg weitergehen darf als Leiterin – auch mit einem Kind. Im Gebet ringen wir mit verschiedenen Formen von Arbeitsgestaltung die es braucht auf der Seite des Arbeitgebers, wie auch auf der Seite der Familie. In allen Herausforderungen bin ich begeistert, weil Gott in seiner Kreativität mir Möglichkeiten aufzeigt. Eine dieser Möglichkeiten war eine Co-Leitung einzusetzen. So bin ich nun in der genialen Lage, gleich zwei Frauen frei zu setzen, da wir der Überzeugung sind, eine Co-Leiterschaft schafft Raum, dass weder die Arbeit noch die Familie leidet, wenn meine Nachfolgerin, nach dem Mutterschaftsurlaub ihre Verantwortung wahrnehmen wird.

 

Und nun – gehöre ich zum alten Eisen? Dazu bin ich wohl doch noch ein wenig zu jung. Aber eigentlich ist dieses Sprichwort sowieso mit einem negativen Touch behaftet, der da nicht hingehört. Bei einer Brücke entfernt man auch nicht einfach so das alte Eisen, denn dies ist die tragende Grundstruktur in den Betonpfeilern. Die Träger werden immer noch gebraucht, auch wenn sich vielleicht die Benutzer der Brücke total verändert haben.

Meine momentane Phase ist intensiv und mit vielen Fragen beladen umso wichtiger, dass ich mich immer wieder in den Schoss des himmlischen Vaters setze und mich bei ihm ausruhe. Und deshalb verschwinde ich nun in die Ferien… 

 

Mail an Susanna Rychiger

 

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